Kategorie-Archiv: Rezepte

Die ersten Frühlingsboten, Teil 2 (Gundermann)

Gundermann

„Gundelrebe- Reinigung und heitere Freude“

Gundermann ist mir besonders ans Herz gewachsen. Deshalb freue ich mich sehr, dass er überall zu finden ist- in jeder Ritze, unter dem Zaun, zwischen den Steinen, neben dem Kompost schaut er heraus. Je nach Standort können die Blättchen unterschiedlich groß sein.

Bereits ab März schmücken die rankende Pflanze zarte kleine violette Blüten.

Da die Pflanze schöne lange Ranken bildet, pflanze ich sie sehr gerne in Blumenkästen zu anderen Blumen als schmuckes Wildkraut, dass man essen kann.

Für Frau Dr. Brigitte Klemme, Mitbegründerin der Gundermannschule (an der ich meine Ausbildung zur Kräuterpädagogin absolviert habe), war der würzige Geruch des Gundermanns eine sich nachhaltig einprägende Kindheitserinnerung beim Spaziergang durch den elterlichen Garten, weshalb sie der Schule diesen Namen gab.

Gundermann ist sehr würzig, lecker und aromatisch. Man kann die Blätter und Blüten verwenden. Die leicht gekerbten nieren-oder herzförmigen Blätter sind reicht an Vitamin C, Kalium und Kieselsäure. Sie sind ein Bestandteil der „Neun-Kräuter-Suppe“.  Früher war das Kraut auch als Bierwürze beliebt. Ein Tipp für Jogger und Wanderer: Falls die Kräfte schwinden, kann man sich ein Blatt Gundermann auf die Zunge legen, um wieder mit voller Kraft weiter zu laufen.

Gundermann kann man fast das ganze Jahr ernten, auch unter dem Schnee ist er manchmal zu finden. Da er sehr würzig ist, empfehle ich, ihn mit anderen Wildkräutern zu mischen (Brennnesseln, Bärlauch, Löwenzahn, Vogelmiere, Labkraut, Spitzwegerich, Breitwegerich, Giersch, Minze). Diese Kräutermischung kann man zu Salat geben oder als Gemüse andünsten. Es entstehen je nach Zusammensetzung immer neue Geschmacksrichtungen.

Der herb- aromatische Geschmack eignet sich gut auch zu Süßspeisen- als „Wiesen- After-Eight“, Eis oder Gundermannsahne.

Die schönen zarten Blüten sind eine tolle eßbare Dekoration für Salate und andere Speisen.

Der Gundermann als Heilpflanze

Gundermanns Name weisst auf seine stärkste Heilwirkung hin. Altgermanisch „Gund“ steht für Eiter oder eiterndes Geschwür, so behandelte man früher mit ihm eitrige Wunder und Geschwüre. Heute kann man sich ein „Wunderblättchen-Öl“ selbst herstellen. Man gibt Gundermanblätter in ein Glas, drückt sie fest und stellt das Glas an einen warmen Platz. Nach einigen Tage setzt sich unter das „Heilöl“ ab. Oder man macht eine Wundheilsalbe.

Gundermann leitet auch Schwermetalle aus dem Körper raus.

Aufgrund seiner Inhaltstoffe- Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle wirkt er allgemein entzündungshemmend, schmerzlindernd und anregend auf den gesamtem Stoffwechsel.

Ich wünsche euch eigene Erfahrungen und Begegnungen mit Gundermann und vielleicht baut ihr auch so eine innige Beziehung mit dieser wunderbaren Pflanze auf, wie ich sie habe.

Übrigens, am Samstag kochen wir eine Neun- Kräuter- Suppe am Feuer!

Damit es euch besser gelingt, hier noch einige Rezepte zum Ausprobieren:

Wiesen-After-Eight

 Kräuterlimonade

 Gurken- Gundermannsuppe (kalt)

Bad bei Gicht oder Ischias

Wundheilsalbe

Neun-Kräuter-Suppe

 

Die ersten Frühlingsboten- Teil 1 (Bärlauch)

Bärlauch macht stark und weckt ganzjährig die Frühlingsgefühle!

Wenn wir uns heute in ein feuchten, lichten Wald begeben, kann es sein, dass wir die ersten Bärlauchpflänzchen erblicken. Aber Vorsicht! Es könnte auch Aronstab sein, der kommt sogar noch vor dem Bärlauch raus. Aronstab hat gekräuselte Blätter und die Blattadern verlaufen nicht paralell. Beim Bärlauch ist es der Fall, den er gehört zu der Familie der Liliengewächse und ist mit Knoblauch, Zwiebel und Schnittlauch verwandt.

Die alt bekannte Geruchsprobe ist nur beim ersten Blatt wirksam, den Bärlauch riecht bei zerreiben nach Knoblauch! Aber warum riecht man es? Das sind die ätherischen Öle, die in die Nase steigen. Weitere Inhaltstoffe sind noch Schwefel, Mineralsalze, Magnesium, Eisen, Calcium, Mangan, Schleimstoffe, Vitamin C und Flavonoide.

Diese Inhaltstoffe bewirken, dass Schwermetalle (wie Cadmium, Quecksilber) aus dem Körper gelöst und wasserlöslich gemacht werden und können so über die Nieren ausgeschieden werden. Deshalb ist viel trinken wichtig! Die Entgiftung kann man noch durch andere Frühlinsbooten, wie Brennnessel und Löwenzahn unterstützen.

In der Küche kann man die ganze Pflanze verwenden! Möglichst frisch, wie Schnittlauch in Salate schneiden, auf Butterbrote, in Quark und über das Essen streuen. Oder zur Abwechslung einige Rezepte ausprobieren:

 Bärlauch- Pesto mit Walnüssen

Bärlauch- Katroffel- Creme- Süppchen

Bärlauch- Frischkäse- Bällchen

Falls Sie noch viel mehr über Bärlauch erfahren wollen, besuchen  Sie einen Vortrag über Bärlauch!

Oder Sie gehen mit auf eine Bärlauchwanderung!

 

 

 

 

Grüner Smoothie gegen Frühjahrsmüdigkeit

P1020123

Die Zutaten:
– 125g Bio Babyspinat
– 3-4 Grünkohl Blätter
– 4 Sellerie Stängel
– 1 große Gurke
– 1/2 Zitrone (geschält)
– 1 daumengroßes Stück Ingwer (geschält)
– 2 Grüne Äpfel